Heinz Gravenkötter ist Motor und Seele der Kinderhilfe Cusco
Artikel von Petra Pieper in der "Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ)" vom 13. Juli 2025
Jahrzehntelanger Einsatz
Dr. Heinz Gravenkötter (83) aus Georgsmarienhütte prägt seit fast vier Jahrzehnten die „Kinderhilfe Cusco/Peru“. Als Gründer und Vorsitzender sammelt er Spenden, überwacht jedes Projekt persönlich und hält engen Kontakt zu den Partnern vor Ort. Sein zentrales Ziel ist, Armut durch bessere Schulbildung zu bekämpfen.
Seit seiner Zeit als Auslandsmitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in den 1980er-Jahren unterstützt er – inspiriert vom spanischen Jesuitenpater Manuel Montero – Mittagstische für bedürftige Kinder. 1989 wurde der erste Mittagstisch in Cusco eröffnet; 1993 folgte die Vereinsgründung. Heute erhalten etwa 450 Kinder an acht Standorten täglich eine warme Mahlzeit. Zusätzlich betreibt der Verein zwei Jugendhäuser für Schüler mit zu langen Schulwegen und vergibt Stipendien an ehemalige „Mittagstisch-Kinder“, um Lehrkräfte in ihre Heimatdörfer zurückzubringen.
Gravenkötter hat Peru rund 40-mal besucht, zuletzt im Frühjahr, um Projekte bis ins Amazonasgebiet zu kontrollieren. Der Verein erzielt jährlich rund 40.000 Euro an Spenden; strenge Förderkriterien stellen sicher, dass Eltern, Kommunen und Kirche jeweils ihren Teil beitragen. So liefern Eltern Brennholz oder Gemüse, Kommunen bezahlen Köchinnen, und die Erzdiözese Cusco stellt Personal für die Finanzkontrolle.
Trotz der oft harten Bedingungen schätzen die Dorfgemeinschaften die Hilfe enorm: Besucher werden mit Blumen, Musik, Tanz – und dem peruanischen Festgericht Meerschweinchen – empfangen. Für Gravenkötter ist diese Dankbarkeit „ein großes Geschenk“ und zugleich Antrieb, sein Engagement fortzusetzen.
